Nachž·haltigž·keit, öffne dich!

Von Theater kann jede und jeder lernen.
Die Welten·žbrecher von der Lebens·hilfe machen es vor.

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In der Welt gibt es 2 große Probleme:

Problem 1:
Vieles ist nicht gerecht.
Zum Beispiel:
Einige Menschen haben zu wenig Respekt für ihre Mit·žmenschen.
Auf der Welt gibt es deshalb viele sehr arme Menschen.

  • Sie haben wenig zu essen.
  • Ihre Arbeit ist sehr schwer.
    Die Arbeit macht sie krank.
  • Sie leben ohne richtige Wohnung.
  • Ihre Meinung hört niemand.

 Problem 2:
Der Mensch macht viel Natur kaputt.

 

Die Welt ändern

Deshalb muss die Welt sich ändern.
Da müssen alle mit·žhelfen.
Im Großen und im Kleinen.
Dann kann das klappen.

Die Ziele sind:

  • die Natur schützen.
  • ein gerechtes Leben für alle Menschen,
    jetzt und in der Zukunft.

Viele Menschen arbeiten schon für diese Ziele.
Für ihre Idee benutzen sie ein schweres Wort:
Nach·žhaltig·žkeit.

 

Sprache ist eine Barriere

Alle müssen mitž·helfen.
Aber das ist manchmal schwer.
Denn das meiste über Nach·haltig·keit
ist in schwerer Sprache.

Wenn Menschen über Nach·haltig·keit reden,
dann reden sie in schwerer Sprache.
Sie haben schwere Sprache oft an der Universität gelernt.

  • Sie benutzen Fach·žwörter.
  • Sie benutzen lange Sätze.
  • Sie erklären mit viel Text.
  • Sie diskutieren sehr schnell.

Deshalb können zum Beispiel Menschen mit Behinderung
oft nicht mitreden.
Aber auch für andere Menschen ist es zu schwer.
Zum Beispiel für Menschen,
die noch Deutsch lernen.
Oder für Menschen,
die anders diskutieren als die Menschen von der Universität.

 

Versuche

Norbert Bernholt versteht das Problem.
Er hat die Wandelž·woche in Lüneburg organisiert.
Auf der Wandelž·woche stellen sich nachž·haltige Projekte vor.
Und es wird viel geredet und diskutiert.
Die Wandelž·woche findet einmal im Jahr statt.

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Norbert Bernholt hat die Gruppe „Weltenž·brecher“ eingeladen.
In der Gruppe spielen 11 Menschen mit Behinderung zusammen Theater.
Ihre Stücke haben immer ein wichtiges Thema.

Die „Weltenžbrecher“ haben auf der Wandel·žwoche Theater gespielt.
Es gab viele Zuschauer.
Aber die Zuschauer haben nicht gut zugehört.
Sie haben nicht gut hingesehen.
Die Zuschauer haben gedacht,
dass das Theater·žstück nur nette Unterhaltung ist.

Norbert Bernholt sagt:
Er hat nur wenig Kontakt mit Menschen mit Behinderung.
Aber er will den Kontakt.
Er findet, alle Menschen sollen mitreden können.
Er sagt auch:
Wir müssen deshalb anders über Nach·haltig·keit reden.
Aber Norbert Bernholt überlegt noch, wie.

 

Von den Welten·brechern lernen

Von den Weltenbrechern kann man viel lernen.
Sie spielen schon 10 Jahre zusammen.
Sie haben in vielen Ländern gespielt.
Stefan Schliephake leitet die Gruppe.
Er ist Theater·žpädagoge.

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Ein Theateržstück von den Weltenbrechern heißt zum Beispiel:
„Schön Stöckchen holen“.
Es handelt von Stress
und von Leistungs·ždruck.
Es handelt davon,
den eigenen Weg zu finden.

 

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Der eigene Weg

Susanne Kracht ist Schauspielerin bei den Weltenbrechern.
In einem Theateržstück spielt sie eine Wolke.
Sie schwebt. Sie fühlt sich frei.

Susanne Kracht hat ihren eigenen Weg gefunden.
Sie arbeitet schon 40 Jahre bei der Lebenshilfe.
20 Jahre im Werkstatt·žrat.
10 Jahre spielt sie Theater.

Susanne Kracht erklärt, warum es in der Gruppe gut klappt:
„Wir akzep·žtieren alle so,
wie sie sind.“

Und wenn jemand auf der Straße sie hänselt,
dann erklärt Susanne Kracht ihm seinen Denk·žfehler.
Sie sagt dann:
„Auch du kannst durch einen Unfall behindert werden,
dann brauchst du auch Hilfe.
Wir sind genauso Menschen.“

 

Zusammen arbeiten

Das Café Sandkrug ist am Ende von Am Sande.
Hier arbeiten Menschen mit und ohne Behinderung zusammen.
Das ist gute Praxis.
Da kann man etwas über gemeinsames Arbeiten
und über Respekt lernen.

Auch Nach·haltig·keit kann nur mit Respekt klappen.
Respekt für die Natur.
Respekt für alle Menschen.

 

 

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Originalž·text von Theresa Horbach.
In Leichte Sprache übertragen von Angelika Pohl.
3 Fotos: Franziska von Schmeling
1 Foto: Laurin Berger