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„Jurist im Garten“

Leckere Sachen aus Obst und Gemüse.

Familie Wenck hat einen Garten am Rand von Winsen. Er gehört der Familie schon seit 1880.
Er ist knapp einen Hektar groß: ein paar Beete, viele Obst·bäume.

Thiemo Wenck ist hier aufgewachsen. Aber er interessierte sich lange nicht für den Garten.
Erst als er Jura studierte, entdeckte er den Garten für sich.
Er konnte sich hier erholen. Es war ein guter Ausgleich zum vielen theoretischen Lernen.

Thiemo Wenck machte bis 2015 sein Referendariat. Aber er ging danach nicht sofort in seinen Beruf. Er arbeitete erst mal im Garten.
Thiemo Wenck fing an, Ketchups (sprich: Kett-tschopps), Chutneys (sprich: Tschatt-nies) und Marmeladen zu machen.
Daraus ist ein Geschäft entstanden: der „Chaos·garten“ (sprich: Ka-os-garten). Im letzten Jahr verkaufte er 3500 Gläser. Bei Edeka Bergmann, auf Märkten und auf Hof·festen.

Zum Beispiel:

  • Ketchup aus Kürbis
  • Chutney aus Rhabarber
  • Sirup mit Estragon
  • Marmelade aus der alten Birnen·sorte Doppel Wried

Inzwischen arbeitet Thiemo Wenck als Jurist. Sein Fach·gebiet ist das Lebensmittel·kennzeichnungs·recht.
Das heißt:
Er weiß, was auf den Verpackungen von Lebensmitteln draufstehen muss.

Thiemo Wenck macht auch sein Geschäft mit den Sachen aus dem Garten weiter.
Dafür hat er mehrere Gründe:

  • Die Sachen sind lecker.
  • Er verkauft direkt. Das heißt: Die Transport·wege sind kurz.
  • Der Garten ist gut für den Boden, weil dort so viele verschiedene Pflanzen wachsen.
  • Im Garten stehen viele alte Sorten. Den Familien·baum zum Beispiel gibt es schon seit 1911.

Termine und Verkaufs·stellen: facebook.com/Chaosgarten

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Original·text von Sebastian Reimann.
Foto: Chaosgarten.

Was zählt. „Auf|hören“ – Nummer 5 im Juni 2017.
In Einfache Sprache übertragen von Angelika Pohl.
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