Windrad_© Anne Ries

„Energie wie Käse“

Strom zu verkaufen ist schwer.

In der Region Lüneburg werden 60 Prozent des Stroms erneuer·bar produziert.
In Lüneburg und im Kreis Lüneburg gibt es 2411 Solar·kraftwerke.
In Ameling·hausen gibt es neue Windräder. 136 Menschen haben 2 Millionen Euro investiert.

Man kann Strom also selbst machen. Das ist gar nicht so schwer.
Selbst gemachten Strom vor Ort zu verkaufen, dagegen sehr.

Strom ist nicht wie Käse. Man darf ihn nicht einfach an den Nachbarn verkaufen.
Wenn man das will, muss man Energie·versorgungs·unternehmer werden.
Dafür gibt es viele Gesetze und Auflagen.
Es ist schwer, die alle zu erfüllen.
Und es macht viel Arbeit. Zu viel Arbeit, wenn man nur eine kleine Anlage hat.

Deshalb gibt Uwe Schalski seinen Strom in das Strom·netz und nicht an die Nachbarn.
Seine Wasser·mühle in Neetze könnte 10 Haushalte versorgen.

Zur Info:
Das Gesetz heißt Energie·wirtschafts·gesetz.
Die Bundes·netz·agentur kontrolliert, ob das Gesetz eingehalten wird.

Bei Wärme sind die Auflagen nicht so hoch.
Eine Gemeinschaft von Produzent und Verbrauchern gibt es neu in Bohlsen.
Ihr Plan:
Sie wollen 70 Menschen aus dem Dorf mit Wärme versorgen.
Die produzieren sie aus Dinkel·spelzen. Spelze fallen an, wenn man Getreide verarbeitet.

Weitere Informationen:
www.buendnis-buergerenergie.de

————————-
Original·text von Anja Humburg.
Illustration von Anne Ries.

Was zählt. „Auf|hören“ – Nummer 5 im Juni 2017.
In Einfache Sprache übertragen von Angelika Pohl.
————————-