ILLU_3,2_ERDEN_© Anne Ries-1

„3,2 Erden“

Wir haben nur 1 Erde.

Man sollte nur verbrauchen, was man auch hat. Sonst macht man Schulden.
Das ist bei natürlichen Ressourcen (sprich: Re-ßor-ßen) auch so.
Zum Beispiel:

  • Man sollte in einem Jahr nur so viel Holz verbrauchen, wie in einem Jahr nach·wachsen kann.
  • Man sollte in einem Jahr nur so viele Fische fangen, wie in einem Jahr groß werden können.

Verbraucht man mehr Holz, dann werden die Wälder kleiner.
Im schlimmsten Fall produzieren sie nicht mehr genug Sauer·stoff.
Fängt man mehr Fische, dann werden die Schwärme kleiner.
Im schlimmsten Fall stirbt die Art aus.

Das gleiche Prinzip gilt beim Schmutz:
Man sollte nur schmutzig machen, was man auch wieder sauber machen kann.
Mache ich mehr schmutzig, dann lebe ich irgend·wann in einem Mist·haufen.

Für unseren Planeten Erde heißt das zum Beispiel:
Die Natur kann schmutzige Luft wieder reinigen. Aber sie schafft in einem Jahr nur so und so viel.
Wenn wir Menschen mehr Luft schmutzig machen, bleibt das in der Atmo·sphäre (sprich: At-mo-swä-re).
Der schlimmste Fall hat schon angefangen: der Klima·wandel.

24. April 2017 war Erd·überlastungs·tag

Wir Menschen verbrauchen mehr, als nachwachsen kann.
Und wir machen mehr schmutzig, als die Natur reinigen kann.
Wir überlasten die Erde.
Das heißt:
Wir überziehen unser Konto bei der Natur und machen Schulden.

In Deutschland machen wir besonders viele Schulden.
Was für ein Jahr reichen sollte, hatten wir schon nach 4 Monaten verbraucht.
Genau am 24. April. Das sind gut 8 Monate zu früh. Seitdem leben wir auf Pump.
Wenn alle auf der Welt so leben würden wie wir, würden wir 3,2 Erden brauchen.
Wir haben aber nur eine.

Ein konkretes Beispiel:
Im Durch·schnitt verursacht jeder Mensch in Deutschland 8 Tonnen CO
2 (Kohlen·di·oxid).
Die Natur kann aber pro Person nur 1 Tonne reinigen.
Das macht 7 Tonnen Schmutz, der liegen bleibt.

Das ist der Durchschnitt.
Wollen Sie wissen, wie viel CO
2 Sie persönlich verursachen?
Im Internet können Sie es berechnen:
uba.co2-rechner.de

————————-
Quellen: Inkota/Germanwatch/footprintnetwork/UBA.
————————-

————————-
Original·text von Anja Humburg.
Illustration von Anne Ries.

Was zählt. „Auf|hören“ – Nummer 5 im Juni 2017.
In Einfache Sprache übertragen von Angelika Pohl.
————————-