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Zusammen spielt man weniger allein

Kennen Sie den Film Toy Story (sprich: Teu Storri)?
Dann kennen Sie auch Buzz (sprich: Bass).
Eine Spielzeug-Figur.
Ein Held in vielen Kinderzimmern.
Aber ein Held, mit dem nur kurze Zeit gespielt wird.
Dann landet Buzz in der Ecke oder im Müll.
Das ist doch schade.
Lüneburger Studenten wollen das ändern.

Bücher muss man nicht kaufen. Man kann sie leihen.
Das geht auch mit Spielzeug.

Bücher und Zeitschriften leiht man in einer Bücherei.
Ein anderes Wort für Bücherei ist Bibliothek.
Dort kann man auch sitzen und
zum Beispiel die Tageszeitung lesen.

Spielzeug leiht man in einer Ludothek.
Ludo ist Griechisch und bedeutet spielen.
Und thek wie in Bibliothek ist auch Griechisch
und heißt Abstell-Ort oder Sammlung.
Auch in der Ludothek kann man länger bleiben.
Dort stehen Tische und es ist Platz zum Spielen.
Das ist der Plan.
Dieser Plan kommt von einigen Studenten aus der
Leuphana (sprich: Leufana) Universität in Lüneburg.

An der Universität gibt es ein Projekt.
Es heißt: Zukunftsstadt Lüneburg 2030+
Der Plan der Studenten ist ein Teil dieses Projekts.
Sie haben ein halbes Jahr an ihrem Plan gearbeitet.

Die Situation

Die Deutschen kaufen sehr viel Spielzeug.
Das Spielzeug hält oft viel länger,
als die Kinder damit spielen wollen.
Wenn ein Spielzeug langweilig wird, kommt es weg.
Es kommt in eine Kiste auf dem Dachboden
oder gleich in den Müll.
Das ist schade.
Und das ist Verschwendung.

Das Problem 1

Es braucht viel Material, um Spielzeug herzustellen.
Es kostet auch viel Energie, um Spielzeug zu machen.
Beides ist schlecht für die Umwelt.

Das Problem 2

Spielzeug ist teuer.
Familien mit wenig Geld können nur wenig Spielzeug kaufen.
Oder nur schlechtes.
Oder gar keins.

Die Ziele

Spielzeug soll möglichst lange benutzt werden.

Auch Kinder mit wenig Geld sollen mit gutem Spielzeug spielen können.

Die Studenten möchten noch mehr:

Sie wollen die Gemeinschaft stärken.

Und sie möchten zeigen, wie gut teilen funktioniert.

Die Lösung

Eine Ludothek.
In Hamburg gibt es schon eine.
Sie heißt: Zusammenspiel.
In Lüneburg haben die Studenten die Idee,
mit der Bücherei zusammenzuarbeiten.

Thomas Lux leitet die Ratsbücherei.
Er findet, beides ergänzt sich gut.
Denn Bücherei und Ludothek sind beide auch dafür da,
dass Menschen in Kontakt kommen und miteinander reden.

Herr Lux findet aber, der Plan mit der Ludothek ist noch nicht ganz fertig.
Es gibt konkrete Fragen.
Die müssen gelöst werden:

  • Wie prüft man, ob alle Einzelteile zurückgegeben wurden?
    Zum Beispiel bei einem Puzzle (sprich: Pussel) mit 300 Teilen.
  • Wie bleibt das Spielzeug sauber?
  • Sind Kinder traurig, wenn sie das Spielzeug wieder zurückgeben müssen?

Herr Lux denkt, Kaltenmoor kann ein guter Standort für eine Ludothek sein.

Dann können Spielzeug-Figuren wie Buzz ganz viele Kinder glücklich machen.

 

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Original·text von Giuliana Jacobi, Eva Lindström und Jan-Luca Müller.
Was zählt. „Zukunftsstadt 2030+“ – Nummer 4 im April 2016.
In Einfache Sprache übertragen von Angelika Pohl.
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Alle Artikel in Einfacher Sprache aus der Ausgabe 4: