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Teilen, tauschen – fördern!

Teilen ist im Trend.
Das will der Staat fördern.
Aber wollen die Projekte das?

In Stuttgart gibt es viele Gemeinschaftsgärten.
Das sind Gärten, die viele Menschen zusammen anlegen und pflegen.

Oft an Orten, wo man sie nicht erwartet.
Zum Beispiel auf Dächern.
Die Stadt will das fördern.
Deshalb hat sie im Jahr 2014 einen Berater eingestellt.
Die Stadt gibt den Projekten auch Geld.

Viele Deutsche teilen.
Außer Gärten zum Beispiel Autos.
Es gibt Läden, in denen sie Sachen tauschen.
Und Cafés, in denen sie sich treffen und Sachen reparieren.
Man braucht dafür wenig oder gar kein Geld.

Tei­len ist auch gut für das Klima und die Umwelt.
Forscher aus Wuppertal und von der Leuphana
(sprich: Leufana) Universität in Lüneburg glauben:
Teilen wird wichtiger.
Politiker wollen das fördern.
Der Europarat hat letztes Jahr beschlossen,
diese Projekte zu fördern.

Aber wollen die Projekte das?
Projekte in Lüneburg sagen: Eher nein.
Denn wer Geld gibt, will oft mitbestimmen.

Eine gute Hilfe ist Beratung.
Viele Projekte helfen und beraten sich untereinander.
Das nötige Geld geben Menschen, die das Projekt schätzen.
Auch die Stadt Lüneburg hat einen Berater.
Ihn können die Projekte um Rat fragen.

Projekte in Lüneburg

In und um Lüneburg gibt es 200 bis 300 Projekte.
Zum Beispiel die Mondbasis.
Ihre Räume können andere Projekte nutzen, ohne Miete zu zahlen.
Ein Laden verkauft Waren ohne Verpackung.
Der Wir-Garten ist eine Gemüse-Genossenschaft.
Die Zukunftsgenossen liefern Energie.
Auf dem Dach einer Schule bauen sie eine Anlage für Sonnenergie.
Lebendiges Lüneburg ist ein Netzwerk für alle Projekte.
Das Netzwerk trifft sich donnerstags um 18 Uhr
in der Mondbasis in der Lünertorstraße 20.
www.lebendiges-lueneburg.de

 

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Original·text von Nicole Pollakowsky.
Was zählt. „Zukunftsstadt 2030+“ – Nummer 4 im April 2016.
In Einfache Sprache übertragen von Inken Kahlstorff.
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Alle Artikel in Einfacher Sprache aus der Ausgabe 4: